
Heute morgen haben Liza und ich das traumhafte Wetter dazu genutzt, im Freien zu frühstücken. Im Hauptbahnhof haben wir uns mit leckeren Wraps, Joghurts und Kaffee ausgestattet und sind dann noch die 500 m weiter zum Reichstag gelatscht, um uns dort auf die Wiese zu flacken. Die Wraps vom Obsttresen waren leider eine Enttäuschung (schmeckten ziemlich lasch; zum Glück hatte Liza Salz bei Burger King mitgehen lassen), dafür waren die Joghurts sehr lecker und fruchtig. Nachdem wir alles aufgemampft hatten, lagen wir noch auf der großen Wiese rum und haben uns ein wenig in der Sonne backen lassen. Ein sehr gemütlicher Wochenausklang, würde ich mal sagen.
Published on June 9, 2008.
Tags: iphone.

Zugegeben, ich liebäugele ja schon eine ganze Weile damit, mir ein iPhone zuzulegen. Es war schon alles arrangiert, doch dann der Schock: Kein iPhone mehr in ganz Amerika! Dafür war es heute endlich soweit, das neue Modell wurde in San Francisco vorgestellt. Und ganz Apple, es ist toller, schick und - ganz Apple-untypisch - billiger. Einziger Wermutstropfen: es kommt erst Anfang Juli in die Läden. Es heißt also wieder mal: Warten.
Published on June 1, 2008.
Tags: berlin.
Endlich haben Liza und ich einen weiteren Schritt in Richtung abgeschlossene Einrichtung unsere neuen Wohnung in Berlin getan und die Küche gestrichen. Da die gesamte Wohnung erst vor unserem Einzug komplett weiß gestrichen wurde, wollte wir dann doch zumindest hier einen kleinen Farbtupfer hinhaben. Nach ungewöhnlich kurzem Hin und Her haben wir uns für ein saftiges Grün entschieden. Und dankenswerter Weise ging das Streichen dann auch recht schnell, so daß wir heute mittag bereits unser erstes Mahl in der neuen Küche einnehmen konnten. Und um diesbezüglichen Fragen gleich vorzubeugen: Nein, diese Farbe hat auf das Essverhalten keinerlei Auswirkungen!
Published on May 28, 2008.
Tags: clocks.
Schon vor einiger Zeit hatte ich mal über Flash Clocks geschrieben und mittlerweile gibt es wieder zwei “Uhren”, die ich hier kurz vorstellen möchte. Da ist zum einen die DROPCLOCK von Yugo Nakamura, bei der jede Minute dargestellt wird durch riesige Ziffern, die in Zeitlupe ins Wasser fallen. Das ganze kann man sich als Screensaver installieren (für Mac und Windows). Neben dem visuellen Effekt gefällt mir auch die Assoziation gut, wie Zeit für uns verrinnt. Hier gibt es ein kleines Vorschauvideo.
Ebenfalls eine Bildschirmschoner-Uhr gibt es von Simon Heys. Normalerweise versuchen Uhren und Datumsanzeigen am Computer ja so klein und dennoch so informativ zu sein, wie möglich. Nicht so die Word Clock. Alle Wörter, die notwendig sind, um ein beliebiges Datum und jedwede Uhrzeit anzuzeigen, sind gleichzeitig auf dem Bildschirm zu sehen. Jedoch werden lediglich die Wörter farblich hervorgehoben, die für die augenblickliche Uhrzeit relevant sind. Zwar ist diese Idee auch ganz nett, die Realisierung als Bildschirmschoner finde ich ein wenig unglücklich. Trotzdem, wer an solchen graphischen Spielerein was hat, so wie ich, dem dürfte es gefallen.
Auch wenn ich damit ja eigentlich gar nichts am Hut habe, so konnte ich mich doch nur recht schwer an den neuen Papstbenediktdensechzehnten gewöhnen. Die ganze Zeit hieß das katholische Kirchenoberhaupt brav immer genau gleich und dann sowas. Zuanfangs hatte ich permanent das Gefühl, da läuft ein Schauspieler rum, der halt die Papstklamotten anhat.
Wie ungewohnt wird es aber erst werden, wenn Elizabeth II. nicht mehr Königin von England ist (was der Papst und/oder Gott verhüten mögen). Dann müssen wir uns auf Charles III. oder William V. umstellen. Doch noch viel mehr zu bedauern sind die Engländern selbst, die auf einmal eine gänzlich andere Nationalhymne singen müssen. Und man vertut sich nach Neujahr schon mit dem Datum so oft. Daher kann man wirklich nur von ganzem Herzen sagen: God save the Queen!
Wie bereits erwähnt, habe ich wieder angefangen, Diablo 2 zu spielen. Ich wollte mir schon immer mal einen richtig guten BattleNet-Charakter hochzuzüchten. Der besondere Reiz liegt darin, dass man sehr einfach mit mehreren Leuten zusammen spielen kann und, dass es besondere Ausrüstung gibt, die man im normalen Singleplayer-Modus so nicht bekommt.
Da ich schon immer ein Faible für Totenbeschwörer hatte, bastle ich mir einen schicken, wenn auch komplizierten Meleemancer. Bei diesen Charakteren liegt der Schwerpunkt weniger auf Beschwörungszaubern, sondern auf Flüchen, die den Gegnern direkten Schaden zufügen. Das schwierige dabei ist, die Fähigkeiten eines Meleemancers gut auszutarieren. Drum habe ich mir ein bisschen was angelesen, schließlich soll das ganze ja auch Spaß machen. Von Zeit zu Zeit werde ich hier ein wenig über meinen Nahkampf-Beschwörer - den ich übrigens Ichabod Crane getauft habe - berichten.

Dank der Nachbarschaft zur Indonesischen Botschaft weiß ich, dass heute der wohl bedeutendste buddhistische Feiertag ist: Vesakh, der Geburtstag des Buddha. An Vesakh versammeln sich Buddhisten vor Tagesanbruch in Tempeln, um da dem feierlichen Hissen der Flagge Buddhas beizuwohnen. Als Zeichen der Vergänglichkeit werden Blumen oder auch Kerzen gespendet. Leider werde ich davon nicht sonderlich viel mitbekommen. Lediglich, dass die Botschaft heute geschlossen bleibt.
Am Samstag waren Liza und ich im English Theatre in der Nähe vom Platz der Luftbrücke und haben uns “The Harvest Chamber” von Ashley Brandt angesehen. Das Stück spielt 100 Jahre in der Zukunft, in der Menschen nur noch mit Maschinen interagieren und direkter Kontakt als ekelerregend gilt. Doch die menschliche Spezies dem Untergang geweiht ist, da sie keine Nachkommen mehr zeugen. Deshalb sollen GI7849 und GI3319 (in dieser Welt man hat keine Namen mehr) eine schwierige Aufgabe erfüllen, die mit vielen Hindernissen verbunden ist: einen Nachkommen zeugen.
Das Stück enthält viele kleine, gut platzierte Spitzen gegen die zunehmende Technisierung unseres alltäglichen Lebens, besonders im Hinblick auf die steigende Vernetzung und die Verlagerung menschlicher Kontakte und Beziehungen in die binäre Dimension. Interessant ist auch, dass Sexualität, ganz im Gegensatz zu heute, absolut negativ belegt ist, sogar der geringste Hautkontakt schon eine Reizüberflutung darstellt. Auch wenn viele Szenen durchaus komisch wirken, haben sie doch fast durchwegs einen recht ernsten Hintergrund, der zum Nachdenken und Hinterfragen anregt.
Doch das Stück ist nicht einfach nur plumper Kulturpessimismus, sondern identifiziert genau die Schwachstellen der digitalen Realität. Nämlich, dass der Mensch trotz (oder gerade wegen) der enormen kommunikativen Möglichkeiten, die uns die moderne Technologie bietet, es zusehends verlernt, menschlich zu interagieren.
Leider ist das Stück nicht mehr zu sehen, am Samstag war die letzte Vorstellung. Wie ich aus geheimen Quellen erfahren habe, könnte es im Herbst zu einer Wiederaufnahme des Stücks kommen. Sobald ich was Genaueres weiß, gibt’s hier nochmal ein kleines Update.